Willst du Gewalt, so rüste den Krieg! willst du den Mißbrauch der Macht, so mache dich mächtig, Gewalt zu gebrauchen! und willst du Frieden, so bist du ein Schaf unter Wölfen!
Rußland mußte das Meer haben, aber das Meer stand ihm offen für alle seine Schiffe, solange nicht Krieg war; England mußte den Seeweg nach Indien schützen, aber im Frieden konnte ein Hochzeitspaar mit der Schaluppe nach Indien fahren; Deutschland mußte die englische Seeherrschaft brechen, aber die Häfen der Welt waren der schwarzweißroten Flagge geöffnet, bis sie der Krieg zumachte.
Das Abendland wollte den Krieg, weil sein Dasein Gewalt war; als es ihn vierzig Jahre lang gezüchtet hatte, konnten die Gitterstäbe des Friedens das Raubgetier nicht mehr halten.
Die Marneschlacht
Als die Deutschen wieder nach Frankreich marschierten, sollte noch einmal die Zange den raschen Feldzug gewinnen; indessen von Metz bis Mühlhausen nur eine Scheinmacht anrannte, sollte der weitaus gewaltigere Flügel von Norden einschwenkend das feindliche Heer in seinen eigenen Festungswall pressen.
Wohl konnte das übergewaltige Kriegsvolk der Deutschen das belgische Heer überrennen, aber von Lüttich bis Charleroi floß viel Blut in die Spur; und jedes Dorf, das an der Maas brannte, war der Welt eine lodernde Fackel, das deutsche Unrecht grell zu beleuchten.
Auch hielten die harten Kämpfe den Einmarsch tagelang hin; als die Deutschen nach Charleroi kamen, fanden sie schon die Franzosen.
Von Verdun bis Lille stand ihre Front kampfbereit und mußte in schweren Stürmen berannt sein, indessen aus Flandern das englische Heer die deutsche Flanke bedrohte.
Aber dem Ungetüm schien der gewaltige Schlag doch zu gelingen: in breiter Flucht wankte die Mauer der stolzen Franzosen, über die katalaunischen Felder rollten die Trümmer hin.