Sieh da, sie ist zufrieden, sie ist hingegeben dieser einzigartigen Geschwindigkeit, dieser goldenen Flucht durch den Morgendunst.

„Noch mehr rechts! ... Bravo, Fräulein Nina! Noch mehr!“

Wir beschreiben mit unserem Ritt eine Kurve.

„Reitpeitsche fortwerfen!“

Nina läßt die Peitsche fallen.

Ich bekomme über meine Stute Gewalt, meine Knie und Schenkel sind unausgesetzt an den Sattel gepreßt. Ich drücke den Rappen an Nina heran.

„Noch einmal nach rechts ... sehr gut! ... Noch einmal! ... Ah, er läßt nach ...“

Ich beuge mich vor und greife in Ninas Zügel. Der Schimmel erschrickt, bäumt sich, – ich packe den Halfter und der Schimmel steht.

Nina lacht, ein nervöses, schreiendes, jubelndes Lachen.

Ich steige von meinem Pferd, um Sekt liebkosend zu beruhigen. Ein unerklärlicher Gram erfaßt mich, ich spreche kein Wort, sehe Nina nicht an und bebe vor Schmerz und Zorn ...