Ich wäge das Fläschlein leer=37,5 g=a
„„„„mit der Flüssigkeit z. B. Petroleum bis an die Marke gefüllt,=147,8 g=b
ich wäge das Fläschlein mit Wasser ebenfalls bis zur Marke gefüllt,=162,7 g=c
so finde ich durch Abziehen:
das Gewicht des Petroleums=110,3 g=b - a
„„desgleich großen Volumens Wasser=125,2 g=c - a
also sp. G. des Petroleums =110,3125,2 = 0,88;( =b -ac -a )

3. Methode mittels eines Hilfskörpers, passend für flüssige Körper: ich wähle einen Körper, der sich weder im Wasser, noch in der zu untersuchenden Flüssigkeit (z. B. Spiritus) auflöst und in jeder untersinkt, also etwa ein Stück Glas, wäge nun

das Glas in der Luft=75,5 g=a
„„ „dem Spiritus hängend=51,6 g=b
„„ „dem Wasser hängend =45,4 g=c

Durch Abziehen finde ich den Gewichtsverlust in Spiritus = 23,9 g = a - b, und den in Wasser = 30,1 g = a - c; nach dem archimedischen Prinzip bedeutet das erste das Gewicht eines Volumens Spiritus, das so groß ist wie der eingetauchte Glaskörper; das zweite das Gewicht eines ebensogroßen Volumens Wasser; folglich ist das sp. G. des

Spiritus = 23,930,1 = 0,794; ( sp. G. = a - b a - c ).

4. Methode mit Hilfe eines anderen spezifischen Gewichtes, passend für feste Körper, die sich in Wasser auflösen. Diese Methode beruht auf folgendem Satz: Das sp. G. eines Körpers in bezug auf Wasser ist gleich dem sp. G. des Körpers in bezug auf einen Hilfskörper mal dem sp. G. des Hilfskörpers in bezug auf Wasser, was man so schreiben kann:

sp GKW = sp GKH · sp GHW; oder: KW = KH · HW.

Beispiel: Das sp. G. von Kupfervitriol in bezug auf Petroleum nach der Methode des Eintauchens ist 1,84; das sp. G. von Petroleum in bezug auf Wasser nach der Methode des Eingießens ist 0,88, also ist das sp. G. von Kupfervitriol = 1,84 · 0,88 = 1,62.

Fig. 42.