| t | mm | Atm | |
|---|---|---|---|
| -30° | 0,39 | 0, | 0005 |
| -20° | 0,93 | 0, | 0012 |
| -10° | 2,09 | 0, | 0027 |
| 0° | 4,60 | 0, | 0061 |
| 10° | 9,16 | 0, | 012 |
| 20° | 17,39 | 0, | 023 |
| 30° | 31,55 | 0, | 041 |
| 40° | 54,90 | 0, | 072 |
| 50° | 91,98 | 0, | 121 |
| 60° | 148,79 | 0, | 197 |
| 70° | 233,09 | 0, | 307 |
| 80° | 354,64 | 0, | 477 |
| 90° | 525,45 | 0, | 691 |
| 100° | 760,00 | 1, | 000 |
| 110° | 1075 | 1, | 41 |
| 120° | 1491 | 1, | 96 |
| 130° | 2030 | 2, | 67 |
| 140° | 2718 | 3, | 6 |
| 150° | 3581 | 4, | 7 |
| 160° | 4651 | 6, | 1 |
| 170° | 5962 | 7, | 8 |
| 180° | 7546 | 9, | 9 |
| 190° | 9442 | 12, | 4 |
| 200° | 11689 | 15, | 4 |
| 210° | 14325 | 18, | 8 |
| 220° | 17390 | 22, | 9 |
| 230° | 20926 | 27, | 5 |
Fig. 81.
Wenn man einen Dampf abkühlt, so verdichtet sich ein Teil desselben wieder zu Wasser, so daß die Spannkraft des übrigbleibenden, also dünneren Dampfes der neuen niedrigen Temperatur entspricht. Auch das findet man am Dampfbarometer bestätigt, denn man sieht bei der Abkühlung das Quecksilber steigen, und kann besonders beim Wasserdampfbarometer ziemlich gut sehen, wie sich die oberen Glaswände mit Wassertröpfchen beschlagen, die davon herkommen, daß sich ein Teil des Dampfes wieder in Wasser verwandelt.
62. Sieden bei niedriger Temperatur.
Jede Flüssigkeit kann bei jeder Temperatur kochen, kocht aber nur dann, wenn der auf der Flüssigkeit lastende Druck kleiner ist, als die Spannkraft der Dämpfe, die sich bei der vorhandenen Temperatur aus der Flüssigkeit entwickeln können. Wasser kann schon bei 83° kochen, aber nicht bei gewöhnlichem Luftdruck, sondern nur, wenn man die Luft teilweise weggenommen hat, so daß der Druck nur 1⁄2 Atmosphären beträgt; denn da das Wasser bei 83° einen Dampf von etwas stärkerer Expansivkraft zu entwickeln imstande ist, so können sich diese Dämpfe wirklich entwickeln.
Man findet dies am Ätherdampfbarometer bestätigt: 1) Man erwärmt den Äther in der Röhre, so kann er Dämpfe entwickeln von höherer Spannkraft, als die oben befindlichen kälteren Dämpfe besitzen; also kocht er. 2) Man kühlt die oben befindlichen Ätherdämpfe ab, indem man um die Röhre etwas Fließpapier wickelt und auf dieses Äther tröpfelt; denn dieser Äther verdampft sehr rasch, verbraucht dabei viel Wärme und kühlt dadurch den obern Teil der Röhre und die darin befindlichen Ätherdämpfe ab. Deshalb kondensieren sich die Ätherdämpfe teilweise und bekommen eine geringere Spannkraft; aber der Äther in der Röhre, der noch die höhere Temperatur hat, kann noch Dämpfe von höherer Spannkraft hergeben, kocht also.
3) Man erwärmt den Äther in der Röhre und kühlt zugleich die Dämpfe in der Röhre durch Aufsetzen der Ätherkappe ab; der Äther in der Röhre kocht dann sehr stark, da nun beide Ursachen zusammenwirken.
Kochen des Wassers bei niedriger Temperatur. Man bringt in eine Kochflasche etwas Wasser, bringt es zum Kochen, läßt es einige Zeit kochen, bis die Dämpfe alle Luft aus der Flasche verdrängt haben, verschließt die Flasche mit einem Korke und nimmt sie nun vom Feuer. Man sieht dann das Wasser weiterkochen, sogar stark, wenn man die Flasche mit kaltem Wasser übergießt, denn durch das kalte Wasser werden die Dämpfe kondensiert, erhalten einen niedrigeren Druck, während das Wasser in der Flasche noch heiß ist und deshalb noch Dämpfe von höherem Drucke hergeben kann. Wenn man lauwarmes Wasser in einem Schälchen unter den Rezipienten der Luftpumpe bringt, und rasch evakuiert, so kocht das Wasser. (Robert Boyle 1660.)