Cominius.
Wenn?
Er ist ihr All, er führt sie als ein Wesen,
Das nicht Natur erschuf, nein, eine Gottheit,
Die höher ihn begabt. Sie folgen ihm
Her gegen uns Gezücht, so ruhig, sicher,
Wie Knaben bunte Schmetterlinge jagen
Und Schlächter Fliegen töten.
Menenius.
Ihr habt's schön gemacht.
Ihr, eure Schürzfellmänner, die so fest
Auf ihre Handwerksstimmen hielten, und
Der Knoblauchfresser Atem.
Cominius.
Schütteln wird er
Euch um die Ohren Rom.
Menenius.
Wie Herkules
Die reife Frucht abschüttelt'. Schöne Arbeit!
Brutus.
So ist es wahr?
Cominius.
Ja, und ihr sollt erbleichen,
Bevor ihr's anders findet. Jede Stadt
Fällt lachend ab, und wer sich widersetzt,
Den höhnt man ob der tapfern Dummheit aus,
Der stirbt als treuer Narr. Wer kann ihn tadeln?
Die Feind' ihm sind, sehn jetzo, was er ist.
Menenius.
Wir alle sind verloren, wenn der Edle
Nicht Gnade übt.
Cominius.
Wer soll ihn darum bitten?
Aus Schande können's die Tribunen nicht;
Das Volk verdient von ihm Erbarmen, wie
Der Wolf vom Schäfer.—Seine besten Freunde,
Sagten sie: "Schone Rom!", sie kränkten ihn
Gleich jenen, welche seinen Haß verdient,
Und zeigten sich als Feinde.
Menenius.
Das ist wahr.
Wenn er den Brand an meine Schwelle legte,
Sie zu verzehren, hätt ich nicht die Stirn,
Zu sagen: "Bitte, laß!"— Ihr treibt es schön,
Ihr und das Handwerk. Herrlich Werk der Hand!
Cominius.
Ihr brachtet
Solch Zittern über Rom, daß sich's noch nie
So hilflos fand.