Volumnia.
Steh auf gesegnet!
Daß, auf nicht weicherm Kissen als der Stein,
Ich vor dir knie und Huldgung neuer Art
Dir weihe, die bisher ganz falsch verteilt
War zwischen Kind und Eltern.
(Sie kniet.)
Coriolanus.
Was ist das?
Ihr vor mir knien? vor dem gescholtnen Sohn?
Dann mögen Kiesel vor der öden Bucht
Frech an die Sterne springen; rebellsche Winde
Die Feuersonn mit stolzen Zedern peitschen,
Mordend Unmöglichkeit, zum Kinderspiel
Zu machen das, was ewig nie kann sein.
Volumnia.
Du bist mein Krieger,
Ich half dich formen. Kennst du diese Frau?
Coriolanus.
Die edle Schwester des Publicola,
Die Luna Roms, keusch wie die Eiszacken,
Die aus dem reinsten Schnee der Frost erschuf
Am Heiligtum Dianens. Seid gegrüßt, Valeria.
Volumnia.
Dies ein kleiner Auszug von dir selbst,
Der durch die Auslegung erfüllter Jahre
Ganz werden kann wie du.
Coriolanus.
Der Gott der Krieger,
Mit Beistimmung des höchsten Zeus, erziehe
Zum Adel deinen Sinn, daß du dich stählst,
Der Schande unverwundbar, und im Krieg
Ein groß Seezeichen stehst, den Stürmen trotzend,
Die rettend, die dich schaun.
Volumnia.
Knie nieder, Bursch.
Coriolanus.
Das ist mein wackrer Sohn.
Volumnia.
Er und dein Weib, die Frau hier und ich selbst
Sind Flehende vor dir.