Ihr Herrn,
Wollt ihr euch zu dem Maskenzug bereiten?
Ich bin versehn mit einem Fackelträger.

Salarino.
Ja, auf mein Wort, ich gehe gleich danach.

Solanio.
Das will ich auch.

Lorenzo.
Trefft mich und Graziano.
In einer Stund in Grazianos Haus.

Salarino.
Gut das, es soll geschehn.

(Salarino und Solanio ab.)

Graziano.
Der Brief kam von der schönen Jessica?

Lorenzo.
Ich muß dir's nur vertraun: sie gibt mir an,
Wie ich sie aus des Vaters Haus entführe;
Sie sei versehn mit Gold und mit Juwelen,
Ein Pagenanzug liege schon bereit.
Kommt je der Jud, ihr Vater, in den Himmel,
So ist's um seiner holden Tochter willen;
Und nie darf Unglück in den Weg ihr treten,
Es müßte denn mit diesem Vorwand sein,
Daß sie von einem falschen Juden stammt.
Komm, geh mit mir und lies im Gehn dies durch;
Mir trägt die schöne Jessica die Fackel.

(Beide ab.)

Fünfte Szene