Prospero. Dummes Ding, das ists was ich sage; eben dieser Caliban, den ich nun in meinen Dinsten habe. Du weist am besten in was für einer Quaal ich dich hier fand; dein Winseln machte Wölfe mit dir heulen, und durchbohrte die wilde Brust des immerzürnenden Bärs; es war eine Marter, wie die Verdammten ausstehen müssen, und Sycorax selbst war nicht im Stande sie wieder aufzuheben: meine Kunst war es, als ich hieher kam und dich hörte, welche die bezauberte Fichte zwang sich zu öffnen, und dich herauszulassen.

Ariel.
Ich danke dir, mein Gebieter.

Prospero. Wenn du noch einmal murrest, so will ich eine Eiche spalten, und dich in ihr knottichtes Eingeweide einklammern, bis du zwölf Winter weggeheult hast.

Ariel. Vergieb mir, mein Gebieter, ich will alle deine Befehle vollziehen, und willig und behend in meinen Spükereyen seyn.

Prospero.
Thue das, so will ich dich in zween Tagen frey lassen.

Ariel.
Das ist mein großmüthiger Meister! Was soll ich thun? Sage was?
Was soll ich thun?

Prospero.
Geh, nimm die Gestalt einer Meernymphe an, aber mache dich jedem
andern Auge als dem meinigen unsichtbar. Geh, und komm in dieser
Gestalt wieder hieher; mache hurtig.

(Ariel verschwindt.)

Erwache, mein theures Herz, erwache, du hast wohl geschlafen—
Erwache!

Miranda. Die Seltsamkeit eurer Geschichte hat meinen Kopf ganz schwer gemacht.