Prospero.
Das war wol gethan, mein Vogel; behalt immer deine unsichtbare
Gestalt. Geh, bringe mir die abgetragnen Kleider in meinem Hause
hieher, wir müssen diese Diebe in Versuchung sezen.*

{ed.-* Dieser Umstand bezieht sich auf den gemeinen Aberglauben des Pöbels in unsers Autors Zeiten, als ob Zauberer, Hexen und dergl. nicht eher eine Gewalt über diejenige, so sie bezaubern wollen, haben, bis sie den Vortheil über sie erhalten, sie bey irgend einer Sünde zu ertappen, als wie hier über Dieberey. Warbürton.}

Ariel.
Ich geh, ich geh.

(Geht ab.)

Prospero (vor sich.) Ein Teufel ist dieser Caliban, ein gebohrner Teufel, an dessen Natur keine Erziehung haftet; an dem alle meine Mühe, Mühe wie man an einen Menschen wendet, verlohren, gänzlich verlohren ist; und wie mit dem Alter sein Leib in eine viehischere Ungestaltheit auswächßt, so wird auch sein Gemüth ungeheurer; ich will sie alle plagen, bis zum Heulen.

(Ariel kömmt mit allerley schimmerndem Geräthe beladen.)

Komm, hänge sie an dieses Seil.

Fünfte Scene.
(Caliban, Stephano und Trinculo treten alle wohl angefeuchtet und
von Morast triefend auf; Prospero und Ariel bleiben unsichtbar
zurük.)

Caliban. Ich bitte euch, tretet leise, damit der blinde Maulwurf keinen Fuß fallen hört. Wir sind nimmer weit von seiner Celle.

Stephano.
Ungeheuer, euer Kobolt, von dem ihr sagt, er sey ein freundlicher
Kobolt, der niemand ein Leid thut, hat nichts viel bessers gethan,
als den Narren mit uns gespielt.