Antipholis von Ephesus. Warum, Schurke?Weil ich zu mittag essen will; ich habe heute noch nichts gegessen.
Dromio von Syracus. Und werdet heute auch in diesem Hause nichts zu essen kriegen; kommt ein ander mal wieder.
Antipholis von Ephesus.
Wer bist du, der mich zu meinem eignen Hause hinausschließt?
Dromio von Syracus. Der zeitige Thürhüter, Herr, und mein Nam ist Dromio, wenn's euch lieb ist.
Dromio von Ephesus. O du Galgenvogel, hast du mir meinen Namen zusammt meinem Amt gestohlen?Bist du Dromio?Ich wollte du wärst es heute gewesen; es war ein Anlas, wo ich meinen Namen wohlfeil gegeben hätte.*
{ed.-* Man ist genöthiget, hier einen guten Theil von kleinen sinnreichen Reden auszulassen, die zwischen den Bedienten und einer Magd vorfallen, und in lauter Wortspielen bestehen, so sie einander zuwerfen.}
(Weil man den Antipholis nicht einlassen will, fangt dieser an ungeduldig werden, und will die Thür mit Gewalt einstossen, worüber ein grosser Lerm entsteht.)
Adriana (hinter der Scene.)
Wer ist da vor der Thür, der einen solchen Lermen macht?
Dromio von Syracus.
Bey meiner Six, es giebt böse Buben in eurer Stadt.
Antipholis von Ephesus.
Seyd ihr da, Frau?Ihr hättet wol bälder kommen können.