Luciana.
Schaut wohin ihr sollt, das wird euer Gesicht wieder aufklären.

Antipholis von Syracus.
Das ist soviel, meine süsse Liebe, als ob ihr mir befählet, in die
Nacht zu schauen.

Luciana.
Warum nennt ihr mich, Liebe?Nennt meine Schwester so.

Antipholis von Syracus.
Deiner Schwester Schwester.

Luciana.
Das ist meine Schwester.

Antipholis. Nein, das bist du selbst, die bessere Helfte des meinigen, das Auge meiner Augen, und meines Herzens theureres Herz; meine Nahrung, mein Glük und mein Anspruch an den Himmel.

Luciana.
Alles diß ist meine Schwester, oder sollt es doch seyn.

Antipholis von Syracus.
Nenne dich selbst Schwester, meine Liebe, denn ich meyne dich; dich
will ich lieben, und mit dir mein Leben leben. Du hast noch keinen
Mann; ich noch kein Weib; gieb mir deine Hand.

Luciana. O, sachte, mein Herr, haltet noch ein wenig ein; ich will nur vorher meine Schwester holen, damit sie ihre Einwilligung geben kan.

(Luciana geht ab.)