Zwik.
Gebt mir eure Hand, damit ich euern Puls befühlen kan.
Antipholis von Ephesus (giebt ihm eine Ohrfeige.)
Hier ist meine Hand, die euer Ohr befühlen soll.
Zwik. Ich beschwöre dich, Satan, der du diesen Mann besessen hast, bey allen Heiligen des Himmels beschwör' ich dich, auszufahren, und in deinen Ort der Finsterniß straks zurük zu kehren.
Antipholis von Ephesus.
Stille, wahnwiziger Hexenmeister, ich bin nicht toll.
Adriana.
O wollte Gott, du wär'st es nicht, arme verrükte Seele!
Antipholis von Ephesus.
Ihr Schäzgen, ihr, sind das eure Gesellschafter?War es dieser
Geselle mit dem saffrangelben Gesicht hier, der heut in meinem
Hause mit euch schmaußte und lustig machte, indessen daß die Thüre
schändlicher Weise vor mir verschlossen, und der Eingang in mein
Haus mir mit Gewalt verwehrt wurde?
Adriana. O mein lieber Mann, Gott weiß, daß ihr bey Hause zu Mittag gegessen habt; wollte der Himmel ihr wäret dort geblieben, und hättet euch nicht so öffentlich auf der Strasse in ein böses Geschrey gebracht.
Antipholis von Ephesus (zu Dromio.)
Aß ich in meinem Hause zu Mittag, Galgenschwengel?Was sagst du?
Dromio von Ephesus. Herr, die Wahrheit zu sagen, ihr habt nicht bey Hause zu Mittag gegessen.
Antipholis von Ephesus. Waren meine Thüren nicht verriegelt, und wurd' ich nicht ausgesperrt?