Adriana.
Du verstellter Galgenstrik, du lügst beydes.
Antipholis von Ephesus. Du verstellte Meze, du bist in allem falsch, und hast dich mit einem verdammten Gesindel zusammen verschworen, mich um meine Ehre zu bringen, und zum Spott und Scheusal vor der Welt zu machen. Aber mit diesen Nägeln will ich dir diese falschen Augen ausreissen, welche ihre Lust daran sehen wollen, daß ein so schändliches Spiel mit mir getrieben wird. (Drey oder vier Kerle treten auf, und erbieten sich, ihn zu binden; er wehrt sich.)
Adriana.
O bindet, bindet ihn, laßt ihn mir nicht nahe kommen.
Zwik.
Noch mehr Leute—Der böse Feind ist mächtig in ihm.
Luciana.
O weh, der arme Mann, wie bleich und verstellt er aussieht!
Antipholis von Ephesus.
Wie, wollt ihr mich ermorden?Du, Gerichtsdiener, ich bin dein
Gefangner; willst du leiden, daß sie mich dir entführen?
Gerichtsdiener. Ihr Herren, laßt ihn gehen; er ist mein Gefangner, und ihr sollt ihn nicht haben.
Zwik. Geht, bindet diesen Mann auch, er ist so gut mondsüchtig als die andern.
Adriana.
Was willt du hier, du unverständiger Gerichtsdiener?Was für eine
Freude hast du daran, zu sehen, daß ein armer verrükter Mann sich
selbst Schaden und Leids zufügt?
Gerichtsdiener. Er ist mein Gefangner; wenn ich ihn gehen lasse, muß ich die Schuld bezahlen, wegen welcher er in Verhaft gekommen ist.