Kauffmann. Diese meine Ohren, du weißst es, hörten dich; schäme dich, niederträchtiger Mann; es ist zu bedauren, daß es dir erlaubt ist, unter ehrlichen Leuten frey herum zu gehen.
Antipholis von Syracus. Du selbst bist ein Schurke, mir solche Dinge schuld zu geben; ich will diesen Augenblik meine Ehre und meine Unschuld gegen dich beweisen, wenn du das Herz hast, stand zu halten.
Kauffmann.
Das hab' ich, und fordre dich als einen Schurken heraus —
(Sie ziehen den Degen.)
Zweyte Scene.
(Adriana, Luciana, Courtisane, und andre zu den Vorigen.)
Adriana. Haltet ein, thut ihm kein Leid, um Gottes willen haltet ein; er ist rasend; bemächtigt euch seiner, ihr; nehmt ihm seinen Degen; bindet den Dromio auch, und führt sie in mein Haus.
Dromio von Syracus. Lauft, Herr, lauft; um Gottes willen, flüchtet euch in ein Haus; hier ist ein Kloster, denk' ich; hinein, oder wir sind verlohren.
(Sie lauffen in das Kloster.)
Die Frau Abbtißin tritt nach einer Weile auf.)
Abbtissin.
Seyd ruhig, ihr Leute; warum drängt ihr euch so zu?
Adriana. Um meinen armen verrükten Mann abzuholen; laßt uns hinein, damit wir ihn binden, und heim führen, um ihn wieder zurechte zu bringen.