Dromio von Ephesus. Euer Gestreng eigne Frau, meine Frau zum Phönix; Sie, welche fasten muß, bis ihr nach Hause kommt, und betet, daß ihr bald kommen möget.
Antipholis. Wie, willt du mich so ins Gesicht für deinen Narren haben, und dir's nicht wehren lassen?Da nimm das, Herr Schurke.
(Er giebt ihm Schläge.)
Dromio von Ephesus. Was denkt ihr, Herr?Um Gottes willen, haltet eure Hände—Nein, wenn ihr nicht wollt, Herr, so will ich meine Füsse brauchen —
(Er geht ab.)
Antipholis. So wahr ich lebe, der Bube ist durch irgend einen schlimmen Streich um mein Geld gebracht worden. Man sagt, diese Stadt sey voller Spizbuben-Gesindel*, als, Taschenspieler, so die Augen betrügen, Zauberer, so durch magische Getränke das Gemüth zerrütten, und Hexen, so den Leib verunstalten; verkleidete Beutelschneider, geschwäzige Marktschreyer, und wer weiß was noch mehr für dergleichen Leute die sich alles erlaubt halten; wenn es so ist, so will ich desto schneller heimgehen. Ich will in den Centaur, und diesen Schurken aufsuchen, ich sorge, mein Geld ist nicht wol verwahrt.
{ed.-* Diß war der Character, den die Alten von dieser Stadt geben.
Daher das gemeine Sprüchwort: Ejesia alexijarmaka, so auch beym
Menander, wo Ejesia grammata in dem nemlichen Sinn vorkommt.
Warburton.}
(Er geht ab.)
Zweyter Aufzug.
Erste Scene.
(Das Haus des Antipholis von Ephesus.)
(Adriana und Luciana treten auf.)