Hamlet.
Weil es nicht reden will, so will ich ihm folgen.

Horatio.
Das thut nicht, Gnädiger Herr.

Hamlet. Und warum nicht? Wofür sollt' ich mir fürchten? Mein Leben ist mir um eine Stek-Nadel feil, und was kan es meiner Seele thun, die ein unsterbliches Wesen ist wie es selbst?—Es winkt mir wieder weg— ich will ihm folgen—

Horatio. Und wie dann, Gnädiger Herr, wenn es euch an die Spize des Felsens führte, der sich dort über die See hinaus bükt, und dann eine noch fürchterlichere Gestalt annähme, welche euern Verstand verwirren und in sinnloser Betäubung euch in die Tiefe hinunter stürzen könnte? Denket an diß! Der Ort allein, ohne daß noch andere Ursachen dazu kommen dürfen, könnte einem, der so viele Faden tief in die See hinab schaute, und sie von unten herauf so gräßlich heulen hörte, einen Anstoß von Schwindel geben.

Hamlet.
Es winkt mir noch immer: Geh nur voran, ich will dir folgen.

Marcellus.
Wir lassen euch nicht gehen, Gnädiger Herr.

Hamlet.
Zurük mit euern Händen!

Marcellus.
Laßt euch rathen, ihr sollt nicht gehen.

Hamlet.
Mein Verhängniß ruft; seine Stimme macht jede kleine Ader in diesem
Körper so stark, als den Nerven des Nemeischen Löwens: Er ruft mir
noch immer: Laßt eure Hände von mir ab, ihr Herren—

(Er reißt sich von ihnen los.)