Polonius. Die besten Schauspieler in der Welt, es sey nun für Tragödie, Comödie, Historie, Pastoral, Tragi-Comödie, Comical-Pastoral, oder was ihr immer wollt; für sie ist Seneca nicht zu schwer, und Plautus nicht zu leicht. Wenn Wiz und Freyheit das einzige Gesez sind, so findet man ihres gleichen nicht in der Welt.

Hamlet.
(O Jephta, Richter in Israel)*, was für einen Schaz hast du!

{ed.-* Dieses und was Hamlet dem Polonius antwortet, scheinen Bruchstüke aus alten Balladen zu seyn.}

Polonius.
Was hatte er für einen Schaz, Gnädiger Herr?

Hamlet.
(Ein' Tochter hatt' er, und nicht mehr,
Ein hübsches Mädchen, das liebt er sehr.)

Polonius (vor sich.)
Immer stekt ihm meine Tochter im Kopf

Hamlet.
Hab' ich nicht recht, alter Jephta?

Polonius. Wenn ich der Jephta bin, den ihr meynt, Gnädiger Herr, so hab ich eine Tochter, die ich sehr liebe.

Hamlet.
Nein, das folgt nicht.

Polonius.
Was folgt denn, Gnädiger Herr?