Glendower. O! wenn du in Zärtlichkeit schmilzst, so wird sie gar unsinnig werden.

(Die Lady redt wieder welsch.)

Mortimer.
Ach! hierinn bin ich die Unwissenheit selbst.

Glendower. Sie bittet, daß ihr euch niederlegen und euer holdes Haupt auf ihrem Schooß ruhen lassen sollt, und sie will euch den Gesang singen, den ihr so gerne hört, und euer Blut in eine angenehme Schwermuth wiegend, den Gott des Schlafs auf euern Augliedern krönen; euch in dieses zauberische Mittel zwischen Schlaf und Wachen senken, das dem Gemische von Nacht und Tag ähnlich ist, eine Stunde eh der Gott des Lichts seinen goldnen Lauf aus Osten beginnt.

Mortimer. Von Herzen gerne will ich mich sezen, und sie singen hören; inzwischen, denk' ich, werden unsre Papiere fertig werden.

Glendower. Thut das, und obgleich die Musicanten, die euch dazu aufspielen sollen, tausend Meilen weit von hier in der Luft hangen, so sollen sie doch in einem Wink zugegen seyn. Sezt euch, und horcht.

Hot-Spur. Komm, Käthe, du bist eine Meisterin im Niederligen; komm, geschwind, geschwind, daß ich meinen Kopf auf deine Schooß legen kan.

Lady.
Geht, alberne Gans.

(Die Musik fängt an.)

Hot-Spur.
Nun merk' ich, daß der Teufel welsch versteht; bey unsrer Frauen,
er ist kein schlimmer Musicant; kein Wunder, daß er so wunderliche
Launen hat.