Bardolph.
Um Vergebung, Sir, ein Soldat ist besser accommodirt als mit einer
Frau.
Schallow. Das ist wol gegeben, Sir; und recht wol gegeben, dazu, in der That— Besser accommodirt—es ist gut, ja in der That ist es; gute Phrases, sicher, sind, und waren immer in grossem Werth, accommodirt—es kommt von (accommodo;) recht gut, eine recht gute Phrasis.
Bardolph. Um Vergebung, Sir, ich habe das Wort so gehört. Phrases nennt ihr's? Beym Element, ich weiß nicht was Phrases ist; aber was dieses Wort betrift, da will ich mit meinem Degen behaupten, daß es ein gutes soldatenmässiges Wort ist, und ein Wort das einem unvergleichliche Dienste thun kan. Accommodirt, das ist, wenn einer—wie sie's nennen—accomodirt ist; oder wenn einer, es mag nun seyn was es will, wovon man denken kan, es accommodire ihn; ihr versteht mich schon, es ist ein vortreffliches Ding darum.
Fünfte Scene.
(Falstaff zu den Vorigen.)
Schallow. Ihr habt vollkommen recht. Seht, hier kommt der gute Sir John. Gebt mir eure gute Hand: gebt mir Eurer Herrlichkeit gute Hand: Bey meiner Treu, ihr seht recht gut aus, recht gut für einen Mann von euern Jahren. Willkommen, guter Sir John.
Falstaff. Es erfreut mich, euch zu sehen, mein lieber Herr Robert Schallow: das ist Herr Sure-Card, wo mir recht ist—
Schallow. Nein, Sir John, es ist mein Vetter Silence; Mein College in der königlichen Commißion.
Falstaff.
Mein guter Herr Silence, es ist nicht mehr als billig daß ihr des
Friedens wegen da seyd.
Silence.
Eu. Herrlichkeit ist willkommen.
Falstaff.
Ey, das ist heisses Wetter, meine Herren; habt ihr mir um ein halb
Duzend wakre Kerle gesehen?