Glocester.
Der Himmel stärke Eu. Majestät.

Clarence.
O mein königlicher Vater!

Westmorland.
Mein Gnädigster Gebieter, richtet euch auf, ermuntert euch!

Warwik.
Geduld, meine Prinzen; ihr wißt, diese Anstösse sind bey Sr.
Majestät nicht ungewöhnlich. Tretet weiter zurük, gebt ihm Luft,
er wird gleich besser werden.

Clarence. Nein, nein, er kan diese Bangigkeiten nicht mehr lange aushalten. Der langwierige Kummer, und die Unruhe seiner Seele haben die Mauer welche sie einschliessen soll, durchgearbeitet; und das Leben scheint allenthalben durch, und kan alle Augenblike ausbrechen.

Glocester. Das Volk erschrekt mich: Man spricht von allerley unnatürlichen Wunderzeichen und vaterlosen Mißgeburten; die Jahrszeiten haben ihre Sitten geändert, und es ist, als ob das Jahr einige Monate schlafend gefunden und sie übersprungen habe.

Clarence. Der Fluß ist dreymal ohne Ebbe angeschwollen, und alte Leute (die waschhaften Chroniken der Zeit) sagen, er habe eben das gethan, da unser grosser Anherr Eduard starb.

Warwik.
Redet nicht so laut, Prinzen, der König erholt sich wieder.

Glocester.
Dieser Schlag wird ganz gewiß sein Ende seyn.

König Heinrich.
Ich bitte euch, hebt mich auf, und tragt mich in ein anders Zimmer:
Sachte, ich bitte euch; sorget davor, daß kein Getöse gemacht werde,
meine werthen Freunde, ausser irgend eine mitleidige, tröstende
Hand, wollte Musik meinem schmachtenden Geiste zuflüstern.