(Zu Östreich.)

Kerl, wär ich daheim in eurer Höle, Kerl, bey eurer Löwin, ich wollt euch einen Ochsen-Kopf auf eure Löwenhaut sezen, und ein Ungeheuer aus euch machen.

Östreich.
Still, nichts mehr!

Faulconbridge.
O zittre, du hörst den Löwen brüllen.

König Johann (zu Faulconbridge.) Wir wollen weiter in die Ebne vorrüken, um unsre Regimenter besser ausbreiten und stellen zu können.

Faulconbridge.
So macht fein geschwinde, daß ihr den Vortheil des Plazes gewinnt.

König Philipp (zu Östreich, mit dem er vorher leise gesprochen.) Gut; die übrigen laßt auf dem andern Hügel sich sezen. Gott und unser Recht!

(Sie gehen ab.)

Vierte Scene.
(Man blaßt zum Angriff; beyde Armeen werden handgemein, Gefecht;
endlich tritt der Herold von Frankreich mit Trompeten vor das Stadt-
Thor.)

Französischer Herold. Ihr Männer von Angiers, öffnet eure Thore weit, und laßt den jungen Arthur, Herzog von Bretagne, ein, der durch Frankreichs Hand an diesem Tag manchen Englischen Müttern Stoff zu Thränen gegeben hat; ihre Söhne ligen auf dem blutigen Grunde verzettelt, und mancher Wittwe Mann krümmt sich im Staub, und umfaßt mit kalten Armen die blutgefärbte Erde; indeß daß der wohlfeil-erkaufte Sieg um die tanzenden Paniere der Franzosen scherzt, die in triumphierender Unordnung bey der Hand sind, als Sieger einzuziehen, und Arthur von Bretagne zu Englands und euerm König auszuruffen.