Hubert. Ich habe geschworen, daß ich es thun wolle, und ich muß sie mit glühenden Eisen ausbrennen.
Arthur. Ach, niemand, als in dieser eisernen Zeit, würde das thun. Das Eisen selbst, obgleich feuerroth von Hize, würde, wenn es an diese Augen käme, meine Thränen trinken, und in ihrem unschuldigen Wasser seine feurige Wuth löschen. Seyd ihr härter als Eisen? O! wenn ein Engel zu mir gekommen wäre und hätte mir gesagt, Hubert werde mir die Augen ausstossen, ich hätt' es ihm nicht geglaubt; keiner andern Zunge würd' ichs glauben, als deiner eignen.
Hubert (stampft auf den Boden, und die Männer kommen herein.)
Hervor, thut wie ich euch befehle.
Arthur (erschroken.) O Hubert, rette mich! Meine Augen sind schon aus, nur von den grimmigen Bliken dieser blutigen Männer.
Hubert.
Gebt mir das Eisen sag ich, und bindet ihn hieher.
Arthur. O Gott, wozu habt ihr nöthig so ungestüm-rauh zu seyn? Ich will mich nicht sträuben, ich will wie ein Stein still halten. Um des Himmels willen, Hubert, laßt mich nicht binden! Nein, höre mich, Hubert, treibe diese Männer weg, und ich will ruhig still sizen wie ein Lamm. Ich will mich nicht regen, nicht wimpern, kein Wort reden, und das Eisen nicht zornig ansehen: Schiket nur diese Männer fort, und ich will euch vergeben, was ihr mir auch für Marter anthun möget.
Hubert.
Geht, bleibt vor aussen, laßt mich allein mit ihm.
Nachrichter.
Es ist mir lieber, weit von einer solchen That zu seyn.
(Sie gehen ab.)
Arthur. Ach, so hab ich meinen Freund weggetrieben; er hat einen erschreklichen Blik, aber ein mitleidiges Herz; laßt ihn wieder herein kommen, damit sein Mitleiden das eurige aufweke.