{ed.-* Diese Rede, die augenscheinlicher Weise keinen begreiflichen Zusammenhang mit dem Inhalt dieser Scene hat, gehört, nach des Dr. Warbürtons Meynung, zum Schluß der Scene zwischen Lucio und dem Herzog in dem vorigen Aufzug; und ist, wie er glaubt, von den Schauspielern, die es nicht so genau zu nehmen pflegen, hieher versezt worden, damit der Herzog in der Abwesenheit der beyden Damen keine lange Weile habe.}
Vierte Scene.
(Mariane und Isabella kommen zurük.)
Isabella. Sie will die Verrichtung auf sich nehmen, wenn ihr nichts dawider einzuwenden habt, Vater.
Herzog.
Ich gebe nicht nur meine Einwilligung, sondern ich bitte euch darum.
Isabella. Wenn ihr euch wieder wegbegebet, so braucht ihr ihm nichts zu sagen, als mit leiser Stimme: ("Erinnert euch nun meines Bruders.")
Mariane.
Seyd unbekümmert—
Herzog.
Auch seyd ihr es nicht um euer selbst willen, meine liebe Tochter.
Ein gültiger Eheverspruch macht ihn zu euerm Gemahl, und es ist
also keine Sünde euch so zusammen zu bringen, indem die
Gerechtigkeit euers Anspruchs an ihn den Betrug unschuldig macht.
Kommt, laßt uns gehen; wir haben das wichtigste noch vor uns.
(Sie gehen ab.)
Fünfte Scene.
(Das Gefängniß.)
(Der Kerkermeister und Harlequin.)
Kerkermeister.
Hieher, Bursche, könnt ihr einem Mann den Kopf abschlagen?