BANQUO
Wachs' ich da,
So ist die Ernte Euer.
DUNCAN
Meine Wonne,
Üppig im Übermaß, will sich verbergen
In Schmerzenstropfen.—Söhne, Vettern, Thans
Und ihr, die nächsten
Unserm Thron, vernehmt:
An Malcolm, Unsern Ältsten, übertragen
Wir Unser Thronrecht; Prinz von Cumberland
Heißt er demnach, und solche Ehre soll
Nicht unbegleitet ihm verliehen sein,
Denn Adelszeichen sollen, Sternen gleich,
Auf jeden Würdigen strahlen.—Fort von hier
Nach Inverness, und sei uns näher stets.
MACBETH
Mühsal ist jede Ruh, die Euch nicht dient.
Ich selbst bin Euer Bote und beglücke
Durch Eures Nahens Kunde meine Hausfrau:
So scheid ich demutsvoll.
DUNCAN
Mein würdger Cawdor!
MACBETH (für sich.)
Ha! Prinz von Cumberland!—Das ist ein Stein,
Der muß, sonst fall ich, übersprungen sein,
Weil er mich hemmt. Verbirg dich. Sternenlicht!
Schau meine schwarzen, tiefen Wünsche nicht!
Sieh, Auge, nicht die Hand, doch laß geschehen,
Was, wenns geschah, das Auge scheut zu sehen.
(Er geht ab.)
DUNCAN
Ja, teurer Banquo, er ist ganz so edel,
Und ihn zu preisen, ist mir eine Labung;
Es ist ein Fest für mich. Laßt uns ihm nach,
Des Lieb uns vorgeeilt, uns zu begrüßen.
Wer gleicht dem teuren Vetter?
(Trompeten. Alle gehn ab.)
FÜNFTE SZENE
(Inverness; Zimmer in Macbeths Schloß)