BANQUO
Eur Hoheit
Hat zu befehlen; unauflöslich bleibt
Für immer meine Pflicht an Euch gebunden.

MACBETH
Verreist Ihr noch den Nachmittag?

BANQUO
Ja, Herr.

MACBETH
So hätten wir wohl Euren Rat gewünscht,
Der stets voll Einsicht und ersprießlich war,
Im Staatsrat heut; doch gönnt ihn morgen uns.
Geht Eure Reise weit?

BANQUO
So weit, mein König,
Daß sie die Zeit von jetzt bis Abend ausfüllt;
Hält nicht mein Pferd sich gut, so muß ich wohl
Noch von der Nacht 'ne dunkle Stunde borgen.

MACBETH
Fehlt nicht bei unserm Fest!

BANQUO
Mein Fürst, ich komme.

MACBETH
Wir hören, unsre blutgen Vettern weilen
In England und in Irland; nicht bekennend
Den grausen Vatermord, mit seltnen Märchen
Die Hörer täuschend. Doch das sei für morgen,
Da außerdem das Staatsgeschäft uns alle
Zusammenruft. Säumt länger nicht: lebt wohl,
Bis wir zu Nacht uns sehn. Geht Fleance mit Euch?

BANQUO
Ja, teurer Herr; die Zeit mahnt uns zur Eil.

MACBETH
Den Rossen wünsch ich schnellen, sichern Lauf;
Besteigt sie alsobald und reiset glücklich!—