MACBETH
Weg dein Gesicht!

(Diener ab.)

Seyton!—Mir wird ganz übel,
Seh ich so—Seyton! Heda!—Dieser
Ruck Kuriert auf immer oder liefert jetzt mich.
Ich lebte lang genug; mein Lebensweg
Geriet ins Dürre, ins verwelkte Laub;
Und was das hohe Alter soll begleiten,
Gehorsam, Liebe, Ehre, Freundestrost,
Danach darf ich nicht aussehn; doch, statt dessen
Flüche, nicht laut, doch tief. Munddienst und Hauch,
Was gern das arme Herz mir weigern möchte,
Und wagts nicht.—Seyton!

(Seyton kommt.)

SEYTON
Was befiehlt mein Herrscher?

MACBETH
Was gibt es Neues?

SEYTON
Alles wird bestätigt,
Was das Gerücht verkündet.

MACBETH
Ich will fechten,
Bis mir das Fleisch gehackt ist von den Knochen.
Gebt meine Rüstung mir!

SEYTON
Noch tuts nicht not.

MACBETH
Ich leg sie an.
Mehr Reiter sendet aus, durchstreift das Land;
Wer Furcht nennt, wird gehängt.—Bringt mir die Rüstung!
Was macht die Kranke, Arzt?