Montano. Ich bin erfreut darüber; er hat alle Eigenschaften zu einem so wichtigen Posten.

3. Officier. Allein eben dieser Cassio, so tröstlich das lautet, was er uns vom Verlust der Türken berichtet, sieht doch düster aus, und wünscht daß der Mohr glüklich davon gekommen seyn möge; denn sie waren im heftigsten Sturm abgereist.

Montano. Der Himmel geb' es! Ich bin sein Freund, und er ist beydes ein guter Soldat und ein vollkommner Feldherr. Wir wollen der See- Seite zugehen, sowol um das schon eingelauffene Schiff zu besichtigen, als dem wakern Othello, soweit bis Luft und Wasser sich in unserm Auge vermischt, entgegen zu sehen.

Officier. Kommt, wir wollen das thun—Eine jede Minute däucht uns lange, bis wir seiner glüklichen Ankunft versichert sind.

Dritte Scene.
(Cassio zu den Vorigen.)

Cassio. Dank sollen die Tapfern dieser kriegerischen Insel davor haben, daß sie so gute Freunde des Mohren sind—Der Himmel beschüze ihn gegen der Wuth der Elemente; ich hab' ihn in einer gefährlichen See verlohren.

Montano.
Ist sein Schiff gut?

Cassio.
Sein Schiff ist gut gezimmert, und sein Pilot ein Mann von
Erfahrung und bewährter Geschiklichkeit: Ich bin also nicht ohne
Hoffnung.

Hinter der Scene
Ein Segel! ein Segel! ein Segel!

Cassio.
Was bedeutet dieses Geschrey?