Richard.
Mir kalte Freunde: was tun die im Norden,
Da sie ihr Fürst zum Dienst im Westen braucht?

Stanley.
Sie waren nicht befehligt, großer König.
Geruht Eu'r Majestät mich zu entlassen,
So mustr' ich meine Freund' und treff Eu'r Gnaden,
Wo es und wann Eu'r Majestät beliebt.

Richard.
Ja, ja, du möchtest gern zu Richmond stoßen:
Ich will Euch, Herr, nicht traun.

Stanley.
Gewalt'ger Fürst,
Ihr habt an meiner Freundschaft nicht zu zweifeln;
Ich war und werde nimmer treulos sein.

Richard.
Geht denn, mustert Volk. Doch, hört Ihr, laßt zurück
George Stanley, Euren Sohn; und wankt Eu'r Herz,
Gebt acht, so steht sein Kopf nicht allzu fest.

Stanley.
Verfahrt mit ihm, wie ich mich treu bewähre.

(Stanley ab. Ein Bote tritt auf.)

Bote.
Mein gnäd'ger Fürst, es sind in Devonshire,
Wie ich von Freunden wohl berichtet bin,
Sir Eduard Courtney und der stolze Kirchherr,
Bischof von Exeter, sein ältrer Bruder,
Samt vielen Mitverbündeten in Waffen.

(Ein andrer Bote tritt auf.)

Zweiter Bote.
Mein Fürst, in Kent die Guilfords sind in Waffen,
Und jede Stunde strömen den Rebellen
Mitwerber zu, und ihre Macht wird stark.
(Noch ein andrer Bote tritt auf.)