Grey.
Der Himmel schenkt' Euch einen wackern Sohn,
Wenn er dahin ist, Tröster Euch zu sein.

Elisabeth.
Ach! er ist jung, und bis zur Mündigkeit
Führt über ihn die Sorge Richard Gloster,
Ein Mann, der mich nicht liebt, noch wen von euch.

Rivers.
Ist's ausgemacht, daß er Protektor wird?

Elisabeth.
Es ist beschlossen, noch nicht ausgemacht:
Allein es muß sein, wenn der König abgeht.

(Buckingham und Stanley treten auf.)

Grey.
Da sind die Lords von Buckingham und Stanley.

Buckingham.
Eu'r königlichen Gnaden Heil und Glück!

Stanley.
Gott mög' Eu'r Majestät erfreun wie ehmals!

Elisabeth.
Die Gräfin Richmond, lieber Mylord Stanley,
Sagt auf Eu'r gut Gebet wohl schwerlich Amen.
Doch, Stanley, ob sie Euer Weib schon ist
Und mich nicht liebt, seid, bester Lord, versichert,
Ich haß Euch nicht um ihren Übermut.

Stanley.
Meßt, ich ersuch Euch, keinen Glauben bei
Den Lästerungen ihrer falschen Kläger;
Und würde sie auf gült'gen Grund verklagt,
Tragt ihre Schwäche, die gewiß entsteht
Aus kranken Grillen, nicht bedachter Bosheit.