ErsterMörder.
Das tut er ja, da aus der Erde Knechtschaft
Er zu des Himmels Freuden Euch erlöst.

ZweiterMörder.
Herr, söhnt Euch aus mit Gott, denn Ihr müßt sterben.

Clarence.
Hast du die heil'ge Regung in der Seele,
Daß du mit Gott mich auszusöhnen mahnst,
Und bist der eignen Seele doch so blind,
Daß du, mich mordend, Gott bekriegen willst?
Ach Leute! denkt, daß, der euch angestiftet,
Die Tat zu tun, euch um die Tat wird hassen.

ZweiterMörder.
Was soll'n wir tun?

Clarence.
Bereut, und schafft eu'r Heil.
Wer von euch, wär' er eines Fürsten Sohn,
Vermauert von der Freiheit, wie ich jetzt,
Wofern zwei solche Mörder zu ihm kämen,
Bät' um sein Leben nicht? So wie ihr bätet,
Wärt ihr in meiner Not—

ErsterMörder.
Bereun? Das wäre memmenhaft und weibisch.

Clarence.
Nicht zu bereun ist viehisch, wild und teuflisch.
Mein Freund, ich spähe Mitleid dir im Blick:
Wofern dein Auge nicht ein Schmeichler ist,
So tritt auf meine Seit' und bitt für mich.
Rührt jeden Bettler nicht ein Prinz, der bittet?

ZweiterMörder.
Seht hinter Euch, Mylord.

ErsterMörder. (ersticht ihn).
Nehmt das und das; reicht alles noch nicht hin,
So tauch ich Euch ins Malvasierfaß draußen.

(Mit der Leiche ab.)