Nun, Catesby? was sagt Eu'r Herr auf mein Gesuch?
Catesby.
Er bittet Euer Gnaden, edler Lord,
Kommt morgen wieder oder übermorgen.
Er ist mit zwei ehrwürd'gen Vätern drinnen,
Vertieft in geistliche Beschaulichkeit,
Kein weltliches Gesuch möcht' ihn bewegen,
Ihn von der heil'gen Übung abzuziehn.
Buckingham.
Geh, guter Catesby, noch zum gnäd'gen Herzog;
Sag ihm, daß ich, der Mayor und Aldermänner
In trift'ger Absicht, Sachen von Gewicht,
Betreffend minder nicht als aller Wohl,
Hier sind um ein Gespräch mit Seiner Gnaden.
Catesby.
Ich geh sogleich, ihm solches anzumelden. (Ab.)
Buckingham.
Ha, Mylord, dieser Prinz, das ist kein Eduard!
Den findt man nicht auf üpp'gem Ruhbett lehnend,
Nein, auf den Knieen liegend in Betrachtung;
Nicht scherzend mit einem Paar von Buhlerinnen,
Nein, mit zwei ernsten Geistlichen betrachtend;
Nicht schlafend, seinen trägen Leib zu mästen,
Nein, betend, seinen wachen Sinn zu nähren.
Beglückt wär' England, wenn der fromme Prinz
Desselben Oberherrschaft auf sich nähme;
Allein ich fürcht, er ist nicht zu bewegen.
Mayor.
Ei, Gott verhüte, daß uns Seine Gnaden
Nein sollte sagen!
Buckingham.
Ich fürcht, er wird es. Da kommt Catesby wieder.
(Catesby kommt zurück.)
Nun, Catesby, was sagt Seine Gnaden?
Catesby.
Ihn wundert, zu was End' Ihr solche Haufen
Von Bürgern habt versammelt, herzukommen,
Da Seine Gnaden dessen nicht gewärtig.
Er sorgt, Mylord, Ihr habt nichts Guts im Sinn.