Varro.
Mit eurer Erlaubniß, Herr.

Flavius.
Was wollt ihr von mir, mein Freund?

Titus.
Wir warten hier wegen gewissen Geld-Summen, Herr.

Flavius. Wenn euer Geld so gewiß wäre als euer Warten, so wär' es sicher genug. Warum wieset ihr denn eure Rechnungen und Schuld- Verschreibungen nicht damals vor, als eure verräthrischen Herren aus meines Herrn Schüsseln assen? Damals konnten sie seine Schulden anlächeln, und die Interessen in ihren heißhungrigen Rachen hinunter schluken. Ihr thut euch nur selbst Schaden, wenn ihr mich aufreizet; laßt mich in Ruhe meines Wegs gehen. Glaubt mir, Milord und ich sind fertig; ich habe nichts mehr zu rechnen, und er nichts mehr auszugeben.

Caphis.
Schon recht, aber die Antwort dient nicht—

Flavius. Wenn sie nicht dienen mag, so ist sie nicht so niederträchtig als ihr; denn ihr dient Schelmen.

(Er geht ab.)

Varro.
Wie? was brummt seine verwalterische Herrlichkeit?

Titus. Laßt es gehen—er ist arm, und das ist Straffe genug. Wer darf sich breiter machen, als einer der kein Haus hat, wo er seinen Kopf hinein steken kan? Solche Leute dürfen sich wol über Paläste aufhalten. (Servilius zu den Vorigen.)

Titus.
O, hier ist Servilius; nun werden wir doch eine Antwort kriegen.