Apemanthus. Du hast dich selbst weggeworffen, da du dir selbst gleich warst; so lang' ein Unsinniger, izt ein Narr! Wie? denkst du, die kalte Luft, dein ungestümer Kammerherr, werde dir ein warmes Hemde reichen? Meynst du, diese bemooßten Bäume, die den Adler überlebt haben, werden wie Pagen hinter dir hertreten, und dir auf einen Wink zulauffen? Wird der kalte, mit Eis candirte Bach dir ein Cordial zum Frühstük geben, um die Unverdaulichkeit der gestrigen Nachtmahlzeit zu verbessern? Ruffe den nakten Geschöpfen, die der rauhen Witterung, und den kämpfenden Elementen ihre unverwahrten Rümpfe entgegen bieten; befiehl ihnen, dir zu schmeicheln; o, du wirst finden —

Timon.
Daß du ein Narr bist; zieh' ab.

Apemanthus.
Du bist mir izt lieber als jemals.

Timon.
Und du mir desto verhaßter.

Apemanthus.
Warum?

Timon.
Du schmeichelst der Dürftigkeit.

Apemanthus.
Ich schmeichle nicht; ich sage nur, daß du ein elender Tropf bist.

Timon.
Warum suchst du mich auf?

Apemanthus.
Um dich zu scheeren.

Timon.
Das ist immer die Verrichtung eines Bösewichts, oder eines Narren.
Däucht sie dir kurzweilig?