Orlando.
Doch, wenn es Euer Hoheit beliebt! ich bin noch nicht recht ins
Schnaufen gekommen.

Herzog Friedrich.
Wie steht's mit dir, Charles?

Le Beau.
Er kann nicht sprechen, mein Fürst.

Herzog Friedrich.
Tragt ihn weg. Wie ist dein Name, junger Mensch?

Orlando.
Orlando, mein Fürst, der jüngste Sohn des Freiherrn Roland de Boys.

Herzog Friedrich.
Ich wollt, du wärst sonst jemands Sohn gewesen.
Die Welt hielt deinen Vater ehrenwert,
Doch ich erfand ihn stets als meinen Feind.
Du würdst mir mehr mit dieser Tat gefallen,
Wenn du aus einem andern Hause stammtest.
Doch fahre wohl! du bist ein wackrer Jüngling!
Hättst du 'nen andern Vater nur genannt!

(Herzog Friedrich mit Gefolge und Le Beau ab.)

Celia.
Wär ich mein Vater, Mühmchen, tät ich dies?

Orlando.
Ich bin weit stolzer, Rolands Sohn zu sein,
Sein jüngster Sohn—und tauschte nicht den Namen,
Würd ich auch Friedrichs angenommner Erbe.

Rosalinde.
Mein Vater liebte Roland wie sein Leben,
Und alle Welt war so wie er gesinnt.
Hätt ich zuvor den jungen Mann gekannt,
Den Bitten hätt ich Tränen zugesellt,
Eh er sich so gewagt.