[32] Die Bildung von Schwefelsäure bei der Ladung kann man bei Zellen mit Glaswänden direkt beobachten (Schlieren); bei der Entladung steigen Schlieren aufwärts.

[33] E. Sieg, Die Akkumulatoren. Leipzig 1901. S. 9.

[34] Folgendes einfaches Beispiel diene zur Erläuterung: Die unbekannte Wärmetönung des Prozesses C + O = CO soll bestimmt werden:

Addiert:C + 2O = CO2,Wärmetönungpos.,siebetrageq1cal.
CO2 = CO + O,neg.,-q2
C + 2O + CO2 = CO2 + CO + O,Wärmetönung q1 - q2
oderC + O = CO q1 - q2

Man denkt sich also auf einem Umwege die Bildung von Kohlenoxyd aus Kohlenstoff und Sauerstoff vollzogen: Aus Kohlenstoff und Sauerstoff sei Kohlendioxyd entstanden, dieses sei durch Anwendung hoher Temperatur in Kohlenoxyd und Sauerstoff zerlegt. Die dem letzteren Prozesse entsprechende Wärmetönung ist negativ, weil bei der umgekehrten Reaktion

CO + O = CO2

Wärme gewonnen wird.

[35] Die Änderung der elektromotorischen Kraft mit der Temperatur kann man durch Gegeneinanderschalten zweier Akkumulatoren (+ mit +, - mit - verbunden) demonstrieren, von denen der eine in ein Wasserbad gestellt wird.

[36] Wenn der Elektrolyt an der Stromlieferung (dem chemischen Umsatze) beteiligt ist, so ist eine Änderung der elektromotorischen Kraft mit der Säuredichte zu erwarten. Diejenigen, welche behaupten, daß „die Schwefelsäure nur als elektrolytischer Leiter diene‟ und daß „die Sulfatbildung ein rein sekundärer Prozeß sei‟, müssen folgern, daß die elektromotorische Kraft unabhängig ist von der Säuredichte. — Diesbezügliche Messungen sind an vollgeladenen Zellen vorzunehmen, denen man eine geringe Menge Elektrizität entnommen hat.

[37] Unter einem Grammolekül (abgekürzt „Mol‟) einer Substanz versteht man soviele Gramme der betr. Substanz wie das Molekulargewicht anzeigt. Das Molekulargewicht der Schwefelsäure ist 98, mithin ist ein Mol H2SO4 gleich 98 g H2SO4.