[65] Näheres siehe Uppenborn, Kalender für Elektrotechniker.
[66] Zeitschr. f. Elektrochemie 1897, S. 421.
Viertes Kapitel.
Ladung und Entladung.
Wir wollen zunächst das Verhalten des Bleiakkumulators während der Ladung und Entladung betrachten.
1. Ladung. In den ersten Minuten nach Beginn der Ladung, für die das in [Fig. 2] (s. [S. 26]) gegebene Schaltungsschema gilt, steigt die Klemmenspannung des Akkumulators ziemlich schnell auf 2,1 bis 2,18 Volt[67]. Oft beobachtet man, daß die Spannung im Anfange der Ladung zuerst steigt und dann wieder etwas abfällt, daß also das erste Stück der Spannungskurve einen kleinen Höcker aufweist. Während des größten Teiles der Ladung wächst die Spannung nur ganz langsam bis zu 2,2 Volt; gegen Ende der Ladung erfolgt ein schneller Anstieg der Kurve.
Bei etwa 2,3 Volt beginnt die Gasentwicklung; an den Anoden schon etwas früher; sie ist zuerst schwach, dann lebhaft; der Akkumulator „kocht‟. Die Klemmenspannung hängt besonders während der Gasbildung in hohem Maße von der Ladestromstärke ab (s. [Fig. 7]); hat der Strom noch den der vierstündigen Ladung entsprechenden Wert, so steigt die Spannung bis zu etwa 2,7 Volt und ev. noch höher.
Fig. 7.
Fig. 8.