Sie lächelt hold, sich wieder zu ihm wendend:

“Auf das hin schliessen wir die Eh’ in Treuen.”

Dann küsst er sie, indem er “Amen” ruft.

[1.] As Rudlieb is returning to his mother after a long absence he falls in with a nephew who has gone wrong and been ‘bewitched’ by a lewd woman. Rudlieb rescues him and the two seek shelter for the night at the house of a rich widow with an only daughter. The young man and the girl play dice together and fall in love with each other. The subsequent wedding takes place at the house of Rudlieb’s mother.

[ XI. EZZO’S LAY OF THE MIRACLES OF CHRIST]

A Leich (strophic poem with varying number of verses to the strophe), written, it would seem, in 1064. The dialect is Alemannic. Ezzo was dean of the Bamberg cathedral. The introduction states that Bishop Gunter ordered his clergy to ‘make a good song’; that ‘Ezzo began to write, will found the way (i.e. the meter), and when it was done, all hastened to become monks.’ The poem consists of 420 short lines in riming (assonating) couplets.

Lines 193-262: The life and death of Christ. Antiquus dierum, Er wuchs mit den Jahren: 195 Der je über der Zeit war, Vermehrte täglich seinen Wuchs; So gedieh das edle Kind, Gottes Geist war in ihm. Als er dreissig Jahr alt war, 200 Von dem all diese Welt genas, Da kam er zum Jordan; Getauft ward er da, Er wusch ab unsre Schuld, Er selbst hat keine. 205 Den alten Namen legten wir da ab; Von der Taufe wurden wir Gottes Kinder. Sodann nach der Taufe Zeigte sich die Gottheit. Dies war das erste Zeichen: 210 Aus dem Wasser macht’ er Wein. Dreien Toten gab er das Leben, Von dem Blute heilt’ er ein Weib, Die Krummen und die Lahmen, Die machte er gerade. 215 Den Blinden gab er das Licht, Für keine Belohnung sorgte er. Er erlöste manchen Besessenen, Den Teufel hiess er von dannen fahren. Mit fünf Broten speiste er 220 Fünftausend und mehr, Dass sie alle genug hatten; Zwölf Körbe trug man davon. Zu Fuss ging er über den Fluss, Zu den Winden rief er “ruhet.” 225 Die gebundenen Zungen, Die löste er den Stummen. Ein wahrer Gottes Born, Die heissen Fieber löschte er. Krankheit floh von ihm, 230 Den Siechen hiess er aufstehn. Mit seinem Bette fortgehn. Er war Mensch und Gott; Also süss ist sein Gebot. Er lehrt’ uns Demut und Sitte, 235 Treue und Wahrheit dazu, Dass wir uns treu benähmen, Unsre Not ihm klagten; Das lehrt’ uns der Gottessohn Mit Worten und mit Werken. 240 Mit uns wandelte er Dreiunddreissig Jahr Undeinhalb, unsrer Not wegen. Sehr gross ist seine Gewalt. Seine Worte waren uns das Leben; 245 Für uns starb er seitdem, Er ward nach eignem Willen An das Kreuz gehangen. Da hielten seine Hände Die harten Nagelbande, 250 Galle und Essig war sein Trank; Also erlöst’ uns der Heiland. Von seiner Seite floss das Blut, Von dem wir alle geheiligt. Zwischen zwei Verbrechern 255 Hingen sie den Sohn Gottes. Von Holz[1] entstand der Tod, Von Holz fiel er, gottlob! Der Teufel schnappte nach dem Fleisch, Die Angel[2] war die Gottheit; 260 Nun ist es wohl ergangen, Daran ward er gefangen. [1.] The tree of knowledge in the Garden of Eden. [2.] Christ’s body is conceived as the ‘bait,’ his divinity as the ‘hook,’ by which the devil is caught.

[ XII. HEINRICH VON MELK]

An Austrian nobleman of the 12th century who, after bitter experience of the world’s ways, retired to the monastery of Melk (a few miles west of Vienna), where he spent his closing years as lay brother. In his Erinnerung an den Tod, a satirical poem of 1042 short lines in riming (assonating) couplets, he inveighs against the worldly follies of the knights, and in his Priesterleben against the vices of the clergy. The poems date from about 1160.

From the ‘Remembrance of Death,’ lines 663-748: The rich youth at the grave of his father.