Kriemhild die edle, und gab in ihre Hand
Den allerkühnsten Recken, der je Gewaffen trug;
Nach ihrem starken Leide ward sie da fröhlich genug.
Da neigte sich dem Degen vor Freuden Etzels Weib:
“Nun sei dir immer selig das Herz und auch der Leib;
Du hast mich wohl entschädigt aller meiner Not,
Ich will dir’s immer danken, es verwehr’ es denn der Tod.”
Da sprach der edle Dietrich: “Nun lasst ihn am Leben,
Edle Königstochter; es mag sich wohl begeben,
Dass Euch sein Dienst vergütet das Leid, das er Euch tat.