“Nun schütze uns, o Herrin, vor Wate,” war ihr Flehn;

“Denn du nur kannst es wenden, sonst ist’s um uns geschehn.”

“Dass Ihr um Gnade bittet, erhabene Königin,

Das höre ich nicht ungern; doch steht nicht so mein Sinn.

Wann durfte ich Euch bitten? Wann winktet Ihr Gewähr?

Ihr waret mir nie gnädig. Drum trifft mein Zorn Euch schwer.”

Als nun der alte Wate Herrn Ludwigs Königin sah,

Wie knirscht’ er mit den Zähnen! Näher trat er da,

Ihm funkelten die Augen, sein Bart war ellenbreit,

Vor dem von Stürmen bebte im Saale Mann und Maid.