Vermessentlich die Helden zwei scharfe Schwerter zogen,

Dass spannenlange Scherben von ihren Schilden flogen.

Um die Späne von den Schilden weinte manches Weib:

“Sollen zwei Fürsten milde verlieren Leben und Leib,”

Sprachen sie, “der Königin zu lieb, das ist zu viel!”

“Lasst sie fechten,” sprach Kriemhild, “es ist mir nur ein Spiel.”

Da fochten mit einander die beiden kühnen Degen

Mit ungefügen Sprüngen, dazu mit grossen Schlägen.

Der Küsse dachte Siegfried, die er bei Kriemhild empfing;

Da kam zu neuen Kräften der kühne Jüngling,