Er hatt’ ihn hin getrieben, jetzt trieb ihn Dietrich her;

Das sah die schöne Kriemhild, die begann zu trauern sehr.

Der Berner schnitt die Ringe, als wär’ es faules Stroh;

Zum erstenmal im Leben sah man, dass Siegfried floh.

Da jagt’ ihn durch die Rosen der Berner unverzagt;

Nun säumte sich nicht länger die kaiserliche Magd.

Sie sprang von ihrem Sitze, ein Kleid sie von sich schwang,

Kriemhild in grosser Eile hin durch die Rosen drang.

Da rief mit lauter Stimme die Königstochter hehr:

“Nun lasst von Eurem Streite, Dietrich, ich fleh’ Euch sehr.