Vnd gar vrlaub geben der alten.

Das kein vnrat weyter drauss wachs

Durch das heiss Eyssen, wünscht Hans Sachs.

[ XLV. FOLKSONGS OF THE SIXTEENTH CENTURY]

While the 16th century brought forth no great German lyrist, it is exceptionally rich in good songs, mostly anonymous, that express the joys and sorrows of the general lot. Not all of them were the work of unlettered poets, but all were made to be sung; for lyric poetry as a branch of ‘mere literature’ had not yet come into being. The selections are from Tittmann’s Liederbuch aus dem 16. Jahrhundert, Leipzig, 1881, which gives full information as to the source of the various texts. The titles have been supplied by the editor.

1 Lob der Geliebten. Mein einigs herz, mein höchste zier, Wie we ist mir allzeit nach dir, Wie leuchten deine äuglein klar, Wie schön ist dein goldgelbes har, Dein mündlein rot, dein wänglein weiss! Für allen bleibt dir doch der preis. In deinem dienst, sag[1] sicherlich, Bleib ich allzeit und ewiglich. [1.] Sag, i.e. sage ich.
2 Begegnung im Walde. Ich gieng einmal spazieren Durch einen grünen walt, Da hört ich lieblich singen Ein freulein wol gestalt. Sie sang so gar ein schönen gsang, Dass[2] in dem grünen wald erklang. Ich tet mich zu ir nahen, Schön tet sie mich empfahen. Sie hat ein schönen grünen rock Und war so gar ein hübsche dock; Sie tet mir wol gefallen Und liebet[3] mir ob allen. Solt ich ein andre werben, Vil lieber wolt ich sterben! [2.] Dass = dass es. [3.] Liebet = gefiel.
3
Liebesbitte.

[4.] Liebes, a neuter noun = der Geliebten.