Wil ich dir bald eins bringen;

Es ist der allerbeste wein,

Macht mich lustig zu singen,

Frischt mir das blut, gibt freien mut,

Alls durch sein kraft und eigenschaft;

Nu grüss dich Got, mein rebensaft!

10 Der Schwartenhals.[27] Ich gieng für einer frau wirtin haus, Man fragt mich, wer ich wäre; Ich bin ein armer schwartenhals, Ich ess und trinke geren. 5 Man fürt mich in die Stuben ein, Da bot man mir zu trinken; Mein äuglein liess ich umbher gan, Den becher liess ich sinken. Man satzt mich oben an den tisch, 10 Als ob ich ein kaufman were, Und da es an ein zalen gieng, Mein seckel der war lere. Und da man nu solt schlafen gan, Man wies mich wol in die scheure; 15 Da stund ich armer schwartenhals, Mein lachen ward mir teure. Und da ich in die scheure kam, Da fieng ich an zu nisten; Da stachen mich die hagedorn, 20 Darzu die rauhen distel. Da ich des morgens frü aufstund, Der reif lag auf dem dache; Da must ich armer schwartenhals Meins unglücks selber lachen. 25 Ich nam mein schwert wol in die hand, Ich gürts wol an die seiten; Da ich kein geld im seckel het, Zu fussen must ich reiten. Ich macht mich auf, ich gieng darvon, 30 Ich macht mich wol auf die strassen; Da begegnet mir ein kaufman gut, Sein tasch must er mir lassen. [27.] Schwartenhals = armer Teufel, ‘vagabond.’

[ XLVI. THE CHAPBOOKS]

The so-called Volksbücher of the 16th century were published in cheap and careless form, and designed to meet the popular demand for entertaining and edifying literature—a demand which increased rapidly with the cheapening of paper and the invention of printing. They vary greatly in content and have no common character except a certain artlessness, which is sometimes pleasing but often runs into extreme vulgarity. Special favor was enjoyed by certain collections of anecdotes, specimens of which are given in the first three numbers. The text of Nos. 1, 4, and 5 follows Braune’s Neudrucke (Nos. 55-6. 34-5, 7-8); that of Nos. 2 and 3 the Bibliothek des literarischen Vereins in Stuttgart (Vols. 85 and 229).

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