Genoveva. Wer hält mich? Wer ist da? Himmel! Bin ich nicht allein?
Golo. Ach, kannst du noch fragen? Ich bin’s, Genoveva, ich, der schon so lange anbetet, nach dir lechzt wie der Hirsch nach frischem Trank, nach dir! Genoveva, Genoveva, du, selig machst du mich jetzt, selig! (Er kniet vor ihr und hält sie.)
Genoveva. Edler Ritter, lasst ab, ich bitt’ Euch; haltet ein, Ihr irrt.
Golo. O Leben! Nimm mir das Leben! Teure, ich liebe Euch, liebe Euch.
Genoveva. Ihr liebt mich, Ritter? Wie? Ihr? Was sagt Ihr?
Golo
Ach hier, wo sich mein Herz verlor,
In süssen Jugendtagen,
Ihr Stauden, hänget noch betrübt
Von meinen schweren Klagen!