2 Die Entzückung an Laura. Laura, über diese Welt zu flüchten Wähn’ ich—mich in Himmelmaienglanz zu lichten, Wenn dein Blick in meine Blicke flimmt; Ätherlüfte träum’ ich einzusaugen, 5 Wenn mein Bild in deiner sanften Augen Himmelblauem Spiegel schwimmt. Leierklang aus Paradieses Fernen, Harfenschwung aus angenehmern Sternen, Ras’ ich in mein trunknes Ohr zu ziehn; 10 Meine Muse fühlt die Schäferstunde, Wenn von deinem wollustheissen Munde Silbertöne ungern fliehn. Amoretten seh’ ich Flügel schwingen, Hinter dir die trunknen Fichten springen, 15 Wie von Orpheus’ Saitenruf belebt; Rascher rollen um mich her die Pole, Wenn im Wirbeltanze deine Sohle Flüchtig, wie die Welle, schwebt. Deine Blicke, wenn sie Liebe lächeln, 20 Könnten Leben durch den Marmor fächeln, Felsenadern Pulse leihn; Träume werden um mich her zu Wesen, Kann ich nur in deinen Augen lesen: Laura, Laura mein!
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From the ‘Robbers,’ Act 3, Scene 2.

Gegend an der Donau.

Die Räuber,[1] gelagert auf einer Anhöhe unter Bäumen, die Pferde weiden am Hügel hinunter.

Moor. Hier muss ich liegen bleiben (wirft sich auf die Erde). Meine Glieder wie abgeschlagen. Meine Zunge trocken, wie eine Scherbe. (Schweizer verliert sich unbemerkt.) Ich wollt’ euch bitten, mir eine Handvoll Wrassers aus diesem Strome zu holen; aber ihr seid alle matt bis in den Tod.

Schwarz. Auch ist der Wein all in unsern Schläuchen.

Moor. Seht doch, wie schön das Getreide steht! —Die Bäume brechen fast unter ihrem Segen—der Weinstock voll Hoffnung.

Grimm. Es gibt ein fruchtbares Jahr.

Moor. Meinst du? —Und so würde doch Ein Schweiss in der Welt bezahlt. Einer? —Aber es kann ja über Nacht ein Hagel fallen und alles zu Grund schlagen.