[14] Gustav Freytag, Bilder aus neuer zeit, Leipzig, 1904, p. 275 fol., speaking of the Polish borderlands, says: “Noch lebte das Landvolk in ohnmächtigem Kampf mit den Heerden der Wölfe, wenig Dörfer, welchen nicht in jedem Winter Menschen und Thiere decimirt wurden,” and in the same note 2, pp. 275-6:—“Als 1815 die gegenwärtige Provinz Posen an Preussen zurückfiel, waren auch dort die Wölfe eine Landplage. Nach Angaben der Posener Provinzialblätter wurden im Regierungsbezirk Posen vom 1. Sept. 1815 his Ende Februar 1816, 41 Wölfe erlegt, noch im Jahre 1819 im Kreise Wongrowitz 16 Kinder und 3 Erwachsene von Wölfen gefressen.”
[15] Thus in note [6] was mentioned Herodotus’ (484-425 B. C.) statement about the Neurians. The oldest werewolf legend, according to Hertz, is that of Lykaon, the son of Pelasgos, the first king of ancient Arcadia. These Arcadians lived as huntsmen and shepherds. According to J. Oppert (Andree, p. 65; and notes 6 and 9) the werewolf superstition existed amongst the Assyrians; and Andree states, the oldest Hellenic werewolf myth is found in Pausanias (died 467 B. C). In the Norse “Edda” we find Odin’s wolves, also Sköll, Hati and Fenrir. In the Völsunga Saga, Sigmund and Sinfjötli become wolves. For other reflections of the fear in which wolves were held, see the 10th century ms. of the “Wiener Hundesegen” against male and female wolves (Braune, Althochdeutsches Lesebuch, 6. aufl. 1907, p. 85). Jacob Grimm,—Geschichte der deutschen sprache s. 233:—“Unsere thierfabel stellt vortrefflich das gebannte raubthier des waldes dar, und lehrt die nähe des wolfs und fuchses.”
C. Lemcke, Aesthetik, 6. aufl. II. 1890, s. 562:—“In die ältesten Zeiten hinauf reicht auch bei Jägervölkern die Tiersage, in ihrer Weise zum Teil die Eigentümlichkeiten der Tiere erklärend, ihr Gebahren erzählend. Die furchtbaren und die listigen Tiere boten sich am besten dar.... Wo die Menschen städtisch beisammen wohnen, bleibt Tier Tier; wo sie einsamer mit Tieren leben, bekommen diese eine höhere Bedeutung. So wird dem Wäldler Bär und Wolf zum ebenbürtigen Räuber und Kämpfer, menschlicher aufgefasst zum Gegner voll Mut, List, Rachsucht, der Gedanken hat wie der Mensch selbst.”
[16] Volhynia, Europe, Northern Asia. Formerly, according to Andree, p. 65, the wolf was as common throughout Europe as it is to-day in Russia. Hirt, Die Indogermanen, I. 187, says: “Der Wolf ist überall in Europa verbreitet gewesen, der Bär ist aber ganz sicher ein Waldtier.”
[18] Cf. note [9], [Encyc. Brit.]
[19] Leubuscher, p. 1:—Weil die Verwandlung vorzugsweise in Hunde und Wölfe geschehen sollte, so erhielt die Krankheit den namen Lykanthropie.
[20] Or as Mogk in Paul’s Grd., III. 272 expresses it, for example amongst the West Indogermanic peoples when they still formed a whole, as shepherds, by whom the wolf as robber of herds was especially feared. Leubuscher, p. 55 writes: “Die meisten Lykanthropen waren Hirten, die im Freien lebten, mit Tieren viel verkehrten, und der Wolf schwebte ihrer Einbildungskraft am öftersten vor, weil sie am meisten damit zu kämpfen hatten. Wenn das Gespenst des Wehrwolfes sich in Einzelnen als Krankheit erhob, war die Gegend wahrscheinlich von Wölfen besonders beunruhigt worden, und wahrscheinlich manche Mordthat nur von Wölfen begangen.” Ethn. Rep. 1888-89, p. 282:—“The Dakotas have long believed in the appearance from time to time of a monstrous animal that swallows human beings. The superstition was perhaps suggested by the bones of mastodons, often found in the territory of those Indians.”
[21] Ethn. Rep. 1893-94, p. 267:—In celebrations it is possible that the foxskin so universally worn by the animistic personifications is a survival comparable with the skin of the animal in which formerly the whole body was clothed.
[22] Hertz, p. 17, gives the origin as follows: “In der ältesten Naturreligion ist die Gottheit des Todes und der winterlichen Erde als Wolf gedacht. Ihre Priester trugen wohl in der Vorzeit Wolfsfelle und hatten nach dem Volksglauben die Gabe, sich in das Tier der Gottheit zu verwandeln. Der Wolf, als das schnelle, kampfgewandte Tier, war zum raschen Zurücklegen weiter Wege und zur Erlegung von Feinden besonders geeignet. Darum nahmen die Götter und die zauberbegabten Menschen zu solchen Zwecken Wolfsgestalt. Der Wolf ist von Natur gefährlich und wurde darum als diabolisch gedacht, und beim Werwolfe auch ist Drang nach Mord und Zerstörung die Hauptsache. Die Ursprünge des Werwolfglaubens waren also 1. religiöse Vorstellungen, 2. Rechtsvorstellung (der friedlose Mörder ist ein Wolf bei Griechen und Germanen); 3. die Geisteskrankheit der Lykanthropie.” Page 51. “Die Verwandlung in Wölfe geschieht vorzugsweise durch Wolfshemden.” Page 57: “Dass die von allem menschlichen Verkehr abgeschnittenen Waldflüchtigen sich in Tierfelle kleideten, ist nahe liegend.”