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"Lord of the World, where are Your mercies? You are the father of orphans and widows,—how can You look at the evil woman pouring forth her venomous anger upon my orphan?
"Meine junge Jāhren hāst Du mir ābgeschnitten,
Bist Du mechujew mein Jossem zu hüten;
Vun dein Welt hāb' ich nit geha't Vergenügen,
To lās mich chotsch ruhig in Keewer einliegen!
"Wie känn ich in Keewer einliegen beruht,
Wenn 's rinnt mir arein mein Jossem's Blut?
Wie känn ich zum Grub zurück sich umkehren,
Wenn mein Grub is' vull mit mein Jossem's Trähren?"
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"Nu, schweig schōn, mein Kind, sei ruhig mein Neschome!
Ich hāb' schōn gehört vun Gott a Nechome:
Gott sāgt, 's wet sein zu deine Zores an End',
Er wet ausloesen dich vun der Stiefmutter's Händ'.
"Die Reschas, die Stiefmutter wet Gott bestrāfen,
Un' du, mein Kind, schweig! Zu Gott sollst nor hoffen!
Far alle deine Zores, far alle deine Lēid,
Wet Gott dir bezāhlen mit Nechomes un' Frēud'.
"Nu, schweig schōn, mein Kind, wisch' āb deine Trähren!
Du sollst mich nit mehr vun mein Ruh' stören!
Gott wet erfüllen sein hēiliges Wort;
Nu känn ich schōn liegen ruhig in mein Ort."
M. Gordon.
[VII]VII. DIE MUME SOSJE
('Die Jüdene,' pp. 65-67)
Vierte Scene
(Chanzi-Ginendel kummt arein; Sosje un' Silberseid hēben sich auf vun die Pläze.)
Sosje. Awade, awade! Seht ihr? O dās is' mein Schwesterl!