4. And though I wait the livelong night
And till the morn returneth,
My heart undoubting trusts his might
Nor in impatience mourneth.
Born of his Spirit, Israel
In the right way thus fareth well,
And on his God reposeth.

5. What though our sins are manifold?
Supreme his mercy reigneth;
No limit can his hand withhold,
Where evil most obtaineth.
He the good Shepherd is alone,
Who Israel will redeem and won,
Forgiving all transgression.

1.Aus tiefer Noth schrei' ich zu dir,
Herr Gott, erhoer' mein Rufen,
Dein gnaedig' Ohren kehr zu mir,
Und meiner Bitt' sie oeffnen.
Denn so du willst das sehen an,
Was Suend' und Unrecht ist gethan,
Wer kann, Herr, vor dir bleiben?

2. Bei dir gilt nichts denn Gnad' und Gunst
Die Suende zu vergeben.
Es ist doch unser Thun umsonst,
Auch in dem besten Leben.
Vor dir Niemand sich ruehmen kann,
Des muss dich fuerchten Jedermann
Und deiner Gnade Ieben.

3. Darum auf Gott will hoffen ich,
Auf mein Verdienst nicht bauen,
Auf ihn mein Herz soll lassen sich,
Und seiner Guete trauen,
Die mir zusagt sein werthes Wort,
Das ist mein Trost und treuer Hort,
Des will ich allzeit harren.

4. Und ob es waehrt bis in die Nacht
Und wieder an den Morgen,
Doch soll mein Herz an Gottes Macht
Verzweifeln nicht noch sorgen,
So thu' Israel rechter Art,
Der aus dem Geist erzeuget ward,
Und seines Gott's erharre.

5. Ob bei uns ist der Suenden viel,
Bei Gott ist viel mehr Gnaden;
Sein' Hand zu helfen hat kein Ziel,
Wie gross auch sei der Schaden.
Er ist allein der gute Hirt,
Der Israel erloe en wird
Aus seinen Suenden allen.

V. Ein neues Lied wir heben an.
By help of God I fain would tell.

A Song of the Two Christian Martyrs burnt at Brussels by the Sophists of Louvain in the year MDXXII [July 1, 1523].

MELODY, 1525. Harmony by M. PRAETORIUS, 1610.