The other letter is without date, but Sonneck conjectures that it was written the last of 1785 or the beginning of 1786. It runs as follows:
“Liebwehrtester Freund,
Ich bedaure von Herzen den Verlust Ihres lieben und braven Herrn Bruders eben so sehr, als ich mich über Ihre gute Aufnahme in Lissabon und glückliche Wiederkunft in London gefreut habe. Ihr Project wegen meiner gedruckten Rondos kann mir in der Folge viel Schaden thun, weil meine mit grossen Kosten von mir in starken Auflagen verlegten Samlungen, worin sie stehen, unverkauft liegen bleiben werden. Die Liebhaherey zu den Rondos ist hier eben so gross, wie in London, und ich habe sie deswegen mit eingemischt, um meinen Verkauf zu befördern. Ich weiss aus der Erfahrung, dass sehr viele meine Samlungen blos wegen der Rondos kaufen. Folglich sind mir Exemplare von Ihren verlegten Rondos nichts nutze, sondern ich wünschte lieber, dass sie gar nicht nach Deutschland kämen, ohngeacht Westphal hier und Hummel in Berlin ganze Quantitäten von Ihnen würden kommen lassen. Ich will jedoch Ihnen, da Sie etwas damit zu verdienen glauben, einen Weg vorschlagen, wodurch Sie zu Ihrem Endzwecke kommen könnten, ohne einen Nachdruck befürchten zu dürfen. In der zweiten, dritten, vierten und fünften Samlung stehen überhaupt Rondos. Von diesen Samlungen haben Sie 4, aber die 5, glaube ich haben Sie noch nicht, und kann sie Ihnen, weil 2 Rondos darin stehen, überschicken. Zu diesen 11 Rondos will Ihnen noch 4 neue Rondos componieren; Ich will zufrieden seyn, dass Sie mir Erlaubnis zu dem Drucke dieser schon gedruckten 11 Rondos öffentlich kundthun; und endlich müssen Sie auch bekannt machen, dass ich ausdrücklich für Sie noch neue Rondos dazu gemacht habe. Diese 15 Rondos können Sie in 4 oder wenigern Abtheilungen herausgeben. Es muss aber in jedem Theile etwas neues davon stehen. Dieses Mittel und meine öffentliche Erlaubnis sichert Sie gewiss vor einem Nachdruck.
Für meine Schadloshaltung und für meine neu dazu gekommenen Composition verlange ich nicht mehr und nicht weniger als 34 Guinees. Ich verspreche Ihnen zugleich, dass ich die 4 neuen Rondos niemanden geben noch viel weniger drucken lassen will. Ich kann Ihnen versichern dass 1 Theil von meinen Samlungen, worin nur 2 Rondos vorkommen, nach Abzug aller Kosten, mir wenigstens 1000 Mark hiesiges Geld bisher eingebracht haben, ohne einige 100 Exemplare zu rechnen, die ich noch vorräthig habe, und welche nach und nach auch verkauft werden. Die Auslieferung meiner 4 neuen Rondos auf einmahl geschiehet zugleich bey der Bezahlung auf einmahl. Wir sind sterbliche Menschen. Wegen der Fantasien künftig oder mündlich ein mehreres. Eine baldige genugthuende Antwort mit Ja! oder Nein! elbitte ich mir.
Mit vielen Grüssen verharre ich Ihr Freund und Diener.
Bach.
Hier in Deuschland hat mir noch niemand etwas nachgedruckt; ich würde auch so gleich in den Zeitungen einen solchen Nachdrucker öffentlich als einen Betrüger erklärt haben, Dafür hält man hier durchgehends einen solchen Menschen, und das will Keiner wagen. Meine öffentliche Erlaubnis zu Ihrem Drucke und die neuen eingemischten Rondos würden ganz gewiss einen Nachdruck zu Ihrem Schaden abhalten.”[191]
These letters merely show that Reinagle before coming to this country was a capable musician, was known as such by prominent musicians in Europe, and probably through his intimacy with Bach would have studied quite extensively the compositions of German musicians.
It was in the year 1786 that Reinagle arrived in New York with the intention of settling. He inserted the following advertisement in the New York Independent Journal:
“Mr. Reinagle, member of the Society of Musicians in London, gives lessons on the pianoforte, harpsichord and violin.”[192]