“3. Eine Folge unbewusster Geistesthiitigkeit.”—Philosophy of the Unconscious, 3d ed., p. 70.
[97] “Hiermit ist der Annahme das Urtheil gesprochen, welche die unbewusste Vorstellung des Zwecks in jedem einzelnen Falle vorwiegt; denn wollte man nun noch die Vorstellung des Geistesmechanismus festhalten so müsste für jede Variation und Modification des Instincts, nach den äusseren Umständen, eine besondere constante Vorrichtung . . . eingefügt sein.”—Philosophy of the Unconscious 3d ed., p. 74.
[99] “Indessen glaube ich, dass die angeführten Beispiele zur Genüge beweisen, dass es auch viele Fälle giebt, wo ohne jede Complication mit der bewussten Ueberlegung die gewöhnliche und aussergewöhnliche Handlung aus derselben Quelle stammen, dass sie entweder beide wirklicher Instinct, oder beide Resultate bewusster Ueberlegung sind.”—Philosophy of the Unconscious, 3d ed., p. 76.
[100] “Dagegen haben wir nunmehr unseren Blick noch einmal schärfer auf den Begriff eines psychischen Mechanismus zu richten, und da zeigt sich, dass derselbe, abgesehen davon, wie viel er erklärt, so dunke list, dass man sich kaum etwas dabei denken kann.”—Philosophy of the Unconscious, 3d ed., p. 76.
[101] “Das Endglied tritt als bewusster Wille zu irgend einer Handlung auf; beide sind aber ganz ungleichartig und haben mit der gewöhnlichen Motivation nichts zu thun, welche ausschliesslich darin besteht, dass die Vorstellung einer Lust oder einer Unlust das Begehren erzeugr, erstere zu erlangen, letztere sich fern zu halten.”—Ibid., p. 76.
[102a] “Diese causale Verbindung fällt erfahrungsmässig, wie wir von unsern menschlichen Instincten wissen, nicht in’s Bewussisein; folglich kann dieselbe, wenn sie ein Mechanismus sein soll, nur entweder ein nicht in’s Bewusstsein fallende mechanische Leitung und Umwandlung der Schwingungen des vorgestellten Motivs in die Schwingungen der gewollten Handlung im Gehirn, oder ein unbewusster geistiger Mechanismus sein.”—Philosophy of the Unconscious 3d ed., p. 77.
[102b] “Man hat sich also zwischen dem bewussten Motiv, und dem Willen zur Insticthandlung eine causale Verbindung durch unbewusstes Vorstellen und Wollen zu denken, und ich weiss nicht, wie diese Verbindung einfacher gedacht werden könnte, als durch den vorgestellten und gewollten Zweck. Damit sind wir aber bei dem allen Geistern eigenthümlichen und immanenten Mechanismus der Logik angelangt, und haben die unbewusster Zweckvorstellung bei jeder einzelnen Instincthandlung als unentbehrliches Glied gefunden; hiermit hat also der Begrift des todten, äusserlich prädestinirten Geistesmechanismus sich selbst aufgehoben und in das immanente Geistesleben der Logik umgewandelt, und wir sind bei der letzten Möglichkeit angekommen, welche für die Auffassung eines wirklichen Instincts übrig bleibt: der Instinct ist bewusstes Wollen des Mittels zu einem unbewusst gewollten Zweck.”—Philosophy of the Unconscious, 3d ed., p. 78.
[105a] “Also der Instinct ohne Hülfsmechanismus die Ursache der Entstehung des Hülfsmechanismus ist.”—Philosophy of the Unconscious, 3d ed., p. 79.
[105b] “Dass auch der fertige Hülfsmechanismus das Unbewusste nicht etwa zu dieser bestimmten Instincthandlung necessirt, sondern blosse prädisponirt.”—Philosophy of the Unconscious, 3d ed., p. 79.
[105c] “Giebt es einen wirklichen Instinct, oder sind die sogenannten Instincthandlungen nur Resultate bewusster Ueberlegung?”—Philosophy of the Unconscious, 3d ed., p. 79.